Liebe Frau Albert, der Kommentar Ihrer Reitlehrerin zum Thema “ Schlaufzügel” und die Weigerung Sie das Pferd ohne Schlaufzügel reiten zu lassen macht mich fassungslos und auf der anderen Seite ist dies einfach die nüchterne Realität in vielen sogenannten “Schulbetrieben”. Wenn die Aussage dieser “Reitlehrerin” stimmt – dann hat dieses Pferd im Schulbetrieb nichts verloren ! Letzten Endes bezahlen Sie für Ihre Reitstunde denselben Preis – egal ob auf einem gut ausgebildeten Schulpferd oder auf einem offensichtlich absolut unrittigen “Schlaufzügelgaul”. Leider haben Sie nur Mitte September bis Anfang Oktober die Möglichkeit in München während des” Oktoberfestes” auf Karusellreiten auszuweichen. Dies würde mehr Sinn machen und mehr Spaß bringen als diese “Schlaufzügelreiterei”. Und es wäre auch billiger. Ach ja – die “Auer Dult” gibt es ja auch noch. Und damit wären wir beim Hauptproblem: Reiten darf nichts kosten ! Reitstunden im Zehnerblock möglichst nicht über 10 bis 12 Euro. Einzeltunden um Gottes Willen nicht über 25 Euro. Einstallungskosten pro Monat nicht über € 250,– bis € 350,–. Alles brutto natürlich. Die Reitschulbetriebe oder Reitvereine müssen Steuer abführen, Pferde kaufen, pflegen und füttern. Anlage erhalten. Tierarztkosten, Betriebskosten, Löhne usw. Die Finanzkrise führt noch dazu, dass viele Einstallboxen leer bleiben. Wer und wie soll man davon leben können. Es ist zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben. Also kann man sich keine gut ausgebildeten Schulpferde und schon gar keine vernünftig und offiziell ausgebildeten Fachkräfte leisten. Danke für das große Lob über unsere Reitanlage, unsere bestens ausgebildeten Pferde und unsere Unterrichtserteilung. Aber unser Reitbetrieb in dieser hohen Qualität ist Jahr für Jahr ein absolutes finanzielles Negativgeschäft. Wir stellen unsere Superanlage bewußt ausschließlich unseren Hotelgästen zur Verfügung. Keine Einstallpferde, kein örtlicher Reitbetrieb – nur wer in unserem Landhotel wohnt hat Zugang zum Reitbetrieb. So werden Gruppenstunden fast zu Einzelstunden. Die Reiterei ist unsere Leidenschaft und unser Hobby. Der “Betriebsabgang” im Reitstall -wie mein “Göttlicher” mir immer erklärt – wird durch die Gewinne im Hotel abgedeckt. Ohne Hotel müssten wir die Reitanlage auf diesem Niveau schlicht und einfach zusperren ! Ich bin froh, dass mein golfender Gatte voll hinter mir steht und mit dieser Art der Reitbetriebsführung auf höchstem Niveau ohne Dauerblick auf die Finanzen einverstanden ist. Übrigens was viele Stammgäste nicht wissen: Durch meinen Gatten bin ich erst zur Reiterei gekommen. Es war vor fast 40 Jahren s e i n Hobby ! Er war jahrelang Ausbildungsreferent bei unserem Landesfachverband für Reiten und Fahren, Dressurreferent, Richter und Parcoursbauer. Seit 18 Jahren haben ihn die Golfer in “Beschlag” enommen ! Diese Arbeitsteilung ist vielleicht auch eines unserer Erfolgsgeheimnisse ! Wir freuen uns auf Ihren Besuch zu Ostern !

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