Deise Frage wird mir sehr häufig gestellt. Offensichtlich sind viele Reiter mit den Möglichkeiten im eigenen Reitverein oder Privatstall zu Hause nicht so zufrieden.
Eine gute Reitstunde benötigt erst einmal Grundvoraussetzungen wie Reitplatz oder Reithalle mit einem gepflegten und korrekten Bodenbelag. Nicht zu hart – aber schon gar nicht zu weich ! Ein ausgebildeter Reitlehrer mit Spaß an der Arbeit ist ebenso Voraussetzung wie solide und bestens ausgebildetet Schulpferde. Der Reitleher muß individuell auf jeden Reitschüler eingehen können. Deshalb kann ein Reitlehr nicht mehr als 4 bis 5 Reiter in einer Stunde haben. Werden Ihnen Gruppengrößen von 10 bis 12 Schulreiter angeboten. Verzichten Sie lieber und gehen Sie Karussell fahren. Das gleiche gilt für das unsinnige Abteilungsreiten genannt “Schweif an Schweif Reiterei”. Martingals (gerade noch vertretbar), Ausbinder (nur in besonderen Notfällen bei Reiteinsteiger zum Schutz der Pferde) und ganz besonders Schlaufzügel sind ein absolutes NO GO !! Ein guter Reitlehrer wird immer genau auf Ihren Sitz achten und dies in den Mittelpunkt des Unterrichts stellen. Beim Sitz fängt die Reiterei an und nicht umgekehrt. Ach ja – sollte der Reitlehrer in der Reitstunde rauchen oder gar ein Handy klingeln lassen – dann fahren Sie getrost nach Hause. Hier haben Sie nichts versäumt !
Herzliche Grüße Ihre Angelika Geiger

Liebe Frau Geiger, all das, was ich seit Stunden in Ihrer Website gelesen habe, lässt mich hoffen, in unserem 14-tägigen Reit-Intensiv-Urlaub guten Reitunterricht zu bekommen! Der mir und vor allem meinem Pferd gut tut? Ich bin Freizeitreiterin und war 20 Jahre lang mal da mal dort und überall mit Schulpferden unterwegs, hatte natürlich nur gute Reitlehrer, die mir grundsätzlich zwar das Gleich sagten (Kopf nach oben, Beine nach unten, beide Nasen in die gleiche Richtung … was mir auch nicht durchgehend gelungen war!), aber unterschiedliche Schwerpunkte in ihrem Unterricht hatten und gerade was das Ausbinden betrifft, sehr gegensätzliche Meinungen! Soll ich Gogue, Martingal und Ausbinder daheim lassen? Kann ich den Gebrauch meines LG-Zügels bei Ihnen erlernen? (Damit bin ich auf Unkenntnis bzw. spitze Schreie des Entsetzens in meinem derzeitigen Reitstall gestoßen!) Mein Goldpferdi ist gut ausgebildet, kann viel mehr als ich, ist trittsicher im Gelände und lammfromm! Nach 3 Reitunfällen hatte ich schon aufgegeben und nach 6 Jahren Pause habe ich voriges Jahr dieses Pferd kennen gelernt, das mir das Vertrauen zurückgegeben hat, und es gekauft. Ich habe nur den Reiterpass gemacht (aber wenigstens mit 4 Sprüngen und bergauf-/bergab Galopp – nicht einmal die Prüfungsanforderungen sind anscheinend überall gleich!!), habe seither zahlreiche Bücher und Zeitschriften studiert – und die Verwirrung ist grenzenlos! Sehe ich ein Philippe-Karl-Video, der sagt, Ziel sei es, ohne Ausbinder zu reiten/longieren und will das ausprobieren, höre ich von meinen Experten, dass kein Pferd ohne Ausbinder longiert werden DARF(!??!) – Jetzt bin ich bei Xenophons Reitlehre gelandet und befrage was Haltung betrifft den “alten Stallmeister”! Mein Mann meint, ich sollte reiten und nicht lesen! Und ich glaube, das werde ich bei Ihnen können! Ich freue mich sehr auf die guten Reitstunden und den Aufenthalt bei Ihnen! Herzliche Grüße Edith Jonke
Liebe Angelika,
ja, gute Reitstunden haben wir bei euch bekommen. So gute sogar, dass es uns einen “heilsamen Ruck” gegeben hat und wir kurz darauf unseren langjährigen Reitstall verlassen haben. Steffi hat sich eine tolle junge Stute gekauft und nimmt nun Beritt und Unterricht bei der passenden Reitlehrerin. Ich selbst habe eine Reitbeteiligung auf einer traumhaft ausgebildeten “Sportstute im Ruhestand” (aber noch topfit) und mit ihr das optimale Lehrpferd gefunden, ergänzt um einen mobilen Reitlehrer, der uns flexibel und sehr individuell unterstützt. Und das alles nur, weil wir bei euch in einer Woche mehr gelernt haben als im ganzen Jahr davor. Wer weiß – vielleicht würden wir sonst immer noch im “alten” Stall dahindümpeln, uns ärgern, aber denken, es gibt den wirklich guten Reitunterricht vielleicht einfach nicht?
Leider hat Steffis Pferdekauf uns heuer einen Strich durch die Pläne gemacht, Ostern wieder bei euch zu verbringen. Im Herbst oder spätestens im nächsten Frühjahr werden wir aber wieder kommen – dann einfach mit dem Jungspund im Gepäck!
Bis dahin liebe Grüße! Susanne
Hallo, Frau Geiger,
um zu erfahren bzw zu fühlen, was ein guter Reitunterricht ist, muss man eigentlich nur einen Urlaub bei Ihnen verbringen. Das eigentliche Problem fängt allerdings danach an. Zumindest ging es mir so jedes Mal, wenn ich wieder zu Hause war: Voller Motivation und Stolz wollte ich auf den gewohnten Schulpferden alles ausprobieren, was ich in Altenfelden gelernt hatte. Aber dazu braucht es halt auch Pferde, die entsprechend ausgebildet sind. Und diese sind in normalen Schulbetrieben (fast) nicht zu finden. Ich habe zwar unter den vielen abschreckenden Angeboten im Umkreis von München eine Reitschule gefunden, in der die Pferde und der Unterricht halbwegs ok sind, aber so richtig zufrieden bin ich immer noch nicht. Meine Frage, ob ich nicht mal versuchen könnte, ohne Hilfszügel (Pullmann-Zügel)zu reiten, wurde von der Reitlehrerin so beantwortet: “Auf gar keinen Fall, dieses Pferd reite nicht mal ich ohne Hilfszügel. Der drückt sich dann nur raus und du versaust dir bloss deinen Sitz.” Das kann es doch nicht sein, oder was meinen Sie dazu?
Naja, das Licht am Ende des Tunnels ist ja schon sichtbar. Pünktlich zur Eröffnung werde ich wieder bei Ihnen sein, und ich freue mich schon riesig darauf, Sie alle wieder zu sehen und reiterlich wieder viel dazu zu lernen. Bis dahin, liebe Grüße aus München.
Ihre Sylvia Albert
Liebe Frau Geiger,
die Voraussetzungen in Altenfelden sind wirklich ideal. Die Woche bei Ihnen und Hannes mit insgesamt 3 Longen-, 8 Einzel- und ein paar Gruppenstunden hat mich mehr vorwärts gebracht als das ganze Jahr Reiten vorher.
Und vor allem hat es mich animiert, über’s Reiten zu lesen. Davon wird zwar der Sitz nicht automatisch besser, aber irgendwie hilft’s dem kopfgesteuerten erwachsenen Reiteleven doch einbisschen.
Ich freue mich jedenfalls schon auf den September in Altenfelden,
Daniela E. Aust
Liebe Frau Geiger, dann kommen Sie bitte einmal zu uns in den Stall. Und bringen Sie Ihre tollen Schulpferde gleich mit.
Aber ich fürchte wir werden weiterhin die lange Reise nach Altenfelden auf uns nehmen, um genau das zu bekommen, was Sie so trefflich beschrieben haben – super Reitstunden ! Bis Bald ! Elke Frommelt